Wenn trockene Kopfhaut zum Problem wird - Ursachen und Lösungen
Ursachen und Lösungen gegen trockene Kopfhaut - © mraoraor / depositphotos.com

Sie juckt, sie spannt, sie schuppt. Wer unter trockener Kopfhaut leidet, kennt vermutlich alle drei typischen Symptome. Im Gegensatz zur reinen Schuppenbildung, bei der die Kopfhaut sich lediglich einfach zu schnell erneuert und zu große Hautschuppen abwirft, treten bei trockener Kopfhaut eben auch Juckreiz und Spannungsgefühl auf. Der Kopfhaut fehlt Feuchtigkeit.

Welche Ursachen stecken dahinter und was hilft gegen die trockene Kopfhaut? Hier erfahren Sie mehr.

Welche Ursachen kann trockene Kopfhaut haben?

Die Ursachen von trockener Kopfhaut sind vielfältig. In den seltensten Fällen steckt sogar eine Hautkrankheit hinter den Beschwerden. Insbesondere wenn sich die Symptome nicht lindern lassen, blutige Stellen auftreten oder die trockene Haut am ganzen Körper zu finden ist, empfiehlt sich der Gang zum Hautarzt. Pilze, Parasiten, Milben, Flöhe, Läuse, Schuppenflechte oder Neurodermitis könnten Krankheitsbilder hinter der trockenen Kopfhaut sein.

Wesentlich häufiger aber sind innere oder äußere Einflüsse verantwortlich, die eine eventuell genetische Veranlagung zur trockenen Kopfhaut negativ unterstützen. Typische Einflüsse von außen sind klimatische Bedingungen. Sowohl kalte Winterluft als auch sehr warmes Sonnenwetter können die Kopfhaut weiter austrocknen. UV-Strahlung und Wind tragen ebenfalls zu einem Austrocknen der Kopfhaut bei. Neben der ausreichenden Feuchtigkeitspflege sind hier Mützen und Sonnenschutz wirksame Hilfsmittel.

Ist die Luft zu heiß, sorgt auch ein regelmäßiges Föhnen für eine trockene Kopfhaut
Ist die Luft zu heiß, sorgt auch ein regelmäßiges Föhnen für eine trockene Kopfhaut – © CITAlliance / depositphotos.com

Individuelle Einflüsse sind oftmals in folgenden Varianten zu finden: zu häufige Haarwäschen, warme oder gar heiße Luft aus dem elektrischen Föhn, zu viele oder falsche Wasch- und Pflegeprodukte oder ein permanentes Tragen von Kopfbedeckungen. Empfohlen werden daher Haarwäschen mit mindestens 48 Stunden Abstand mit milden Wasch- und Pflegeprodukten, das Lufttrocknen der Haare oder zumindest ein Föhnen mit kalter Luft, dem Verzicht auf Stylingprodukte sowie ausreichend Frischluft für die Kopfhaut.

Daneben kann auch regelmäßiger Kontakt mit chemischem Wasser (zum Beispiel Chlor) oder sehr hartem, kalkhaltigem Wasser die Beschwerden verschlimmern. Versuchen Sie diesen möglichst zu vermeiden. Eine trockene Kopfhaut kann zudem eine Folge von einer zu hohen Stressbelastung, einer Mangelernährung, einer Allergie oder der natürlichen Hautalterung sein.

Überprüfen Sie Ihr Wasch- und Pflegeverhalten, Ihre persönliche Lebenssituation sowie Ihre Gewohnheiten und versuchen Sie möglichst viele der genannten Ursachen zu beseitigen oder zu minimieren.

Welche Hausmittel können bei trockener Kopfhaut helfen?

Natürliche Öle wie zum Beispiel Olivenöl, Kokosöl oder Arganöl geben der Haut Feuchtigkeit und lösen trockene Hautstellen. Die Öle werden mit einer Pipette oder einem Löffel auf die Kopfhaut aufgetragen und sanft einmassiert. Die Naturmaske darf gerne auch über Nacht wirken und wird anschließend mit warmem Wasser ausgespült. Schützen Sie dabei Ihr Kopfkissen, indem Sie Ihre Haare in ein Handtuch wickeln.

Arganöl ist ein beliebtes Hausmittel gegen trockene Kopfhaut
Arganöl ist ein beliebtes Hausmittel gegen trockene Kopfhaut – © luisapuccini / depositphotos.com

Eine kürzere Einwirkzeit haben Honig und Naturjoghurt. Diese Produkte werden ebenfalls auf die Kopfhaut aufgetragen, können aber nach 20 Minuten wieder ausgespült werden. Bei der ebenfalls empfohlenen Verwendung von Eigelb, beträgt die Einwirkzeit etwa drei Stunden. Es sollten jeweils Bio-Produkte verwendet werden. Wenden Sie die Masken etwa zwei- bis dreimal wöchentlich an. Die natürlichen Kopfhautmasken spenden Ihrer Haut eine extra Portion Feuchtigkeit.

Als Hausmittel können Sie auch Ihr eigenes Shampoo herstellen. Mischen Sie Bio-Roggenmehl mit Wasser und verwenden Sie die Mischung als mildes Shampoo. Probieren Sie die verschiedenen Möglichkeiten nacheinander aus, um herauszufinden welches Hausmittel bei Ihnen am besten hilft.

Welches Shampoo ist das Richtige bei trockener Kopfhaut?

Vor allem, wenn die Kopfhaut Schuppen bildet, greifen viele Betroffene zu Anti-Schuppen-Shampoos. Diese sind jedoch so aggressiv, dass sie die Kopfhaut nur weiter austrocknen. Diese Shampoos sind nur für die anfangs erwähnte reine Schuppenproblematik geeignet und geben zu wenig Feuchtigkeit an die empfindliche Kopfhaut ab.

Bei trockener Kopfhaut sind vor allem sehr milde Shampoos zu wählen. Diese gibt es in allen Preiskategorien, sowohl in der Apotheke als auch in der Drogerie. Die Shampoos sollten frei von Silikonen, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sein und sind in der Regel ph-neutral. Das bedeutet, dass der Säuregehalt des Shampoos dem natürlichen Säuregehalt der Kopfhaut entspricht.

Entsprechende Shampoos reinigen besonders mild und geben viel Feuchtigkeit an die Haut ab. Spezielle Pflegeprodukte sollten nach den gleichen Kriterien ausgewählt werden, sind aber nicht unbedingt notwendig.

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