Die Seehafenstadt Emden vorgestellt - Sehenswürdigkeiten und Highlights der Stadt
Wir stellen Ihnen die Seehafenstadt Emden vor - ©photographer-20 / depositphotos.com

Emden ist mit rund 50.000 Einwohnern die größte Stadt Ostfrieslands und vorwiegend industriell geprägt. So verfügt Emden nicht nur über einen großen Seehafen, sondern auch die Automobilindustrie ist mit dem Volkswagenwerk ein wichtiger Arbeitgeber für die Stadt und die ganze Region. Der Tourismus ist in der Stadt am Dollart im Vergleich zu anderen ostfriesischen Orten eher im geringen Maß vertreten. Als Ausflugsziel für Ostfrieslandurlauber ist die Seehafenstadt jedoch sehr beliebt. Schließlich kann die Stadt Emden Besuchern auch viel Interessantes bieten.

Um Ihnen einen kleinen Überblick über Sehenswertes in der ostfriesischen Metropole zu vermitteln, finden Sie in den folgenden Abschnitte eine Zusammenstellung der Highlights der Stadt. So wird Ihnen die Innenstadt mit einigen Sehenswürdigkeiten vorgestellt, der Besuch einiger Emder Museen wird Ihnen ans Herz gelegt und Sie finden eine Beschreibung des interessanten Emder Hafens vor. Abschließend zeigt Ihnen der letzte Abschnitt noch die Verbundenheit des bekannten Komikers Otto Waalkes mit seiner Geburtsstadt Emden auf.

Emdens Innenstadt

Viele Besucher der Stadt Emden nutzen Bus- oder Bahnverbindungen, um zu ihrem maritimen Ausflugsziel zu gelangen. Deshalb lernen diese Ausflügler auch zunächst den Bereich nahe des Emder Hauptbahnhofes kennen. Dort gibt es gleich zwei Sehenswürdigkeiten zu bestaunen.

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Die erste dieser Sehenswürdigkeiten fällt direkt nach dem Verlassen des Bahnhofsgebäudes bzw. nach dem Aussteigen aus dem Bus auf, denn der schöne Wasserturm der Stadt Emden ist von dort aus nicht zu übersehen. Schließlich ist das Bauwerk, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, etwas mehr als 40 Meter hoch und stellt einen Blickfang dar. Seit 1999 steht der Wasserturm unter Denkmalschutz.

 

Ebenfalls nur ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt, befindet sich eine Denkmallokomotive.

Dampflok vor dem Emder Hauptbahnhof
Dampflok vor dem Emder Hauptbahnhof

Diese Dampflok wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut und wurde auf verschiedenen Strecken in Deutschland eingesetzt. Die letzte Fahrt der Lok führte in den 70er Jahren nach Emden, wo die Dampflok schließlich ausgemustert wurde und nunmehr als Denkmal dient. Nähere Informationen sind auf der Internetseite http://www.denkmallok-043.de/ zu finden.

Wer sich vom Bahnhof aus über die Abdenastraße in Richtung des Stadtzentrums macht, wird sicherlich die Gracht bemerken, die zentral durch die Stadt verläuft.

Gracht in der Innenstadt Emdens
Gracht in der Innenstadt Emdens

Diese Gracht stellt nur eine von diversen Wasserläufen in der Stadt Emden dar. In der Summe verleihen die vielen Emder Grachten der Stadt etwas Besonderes. Wer genügend Zeit für einen Besuch der Hafenstadt einplant, kann diese Grachten auch per Boot erkunden. In der Nähe des Bahnhofs ist es möglich sich Boote, Kajaks oder Tretboote auszuleihen. Infos diesbezüglich sind auf https://das-boot-emden.de/dienstleistungen/bootsverleih-am-wasserturm/ nachzulesen.

Im Zentrum der Stadt gibt es verschiedene Fußgängerbereiche. So stellen ein Teil der „Großen Straße“, die Straße „Zwischen beiden Sielen“ und der stadtnahe Teil der „Brückstraße“ Fußgängerzonen dar.

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Die „Brückstraße“ ist am einfachsten durch das Durchqueren des Bogens des Rathauses zu
erreichen, welches Ihnen als Sehenswürdigkeit noch vorgestellt wird. Der Fußgängerbereich „Große Straße“ befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Rathauses und die Straße „Zwischen beiden Sielen“ ist von der zentralen Neutorstraße oder dem Neuen Markt der Stadt Emden zugänglich.

Auch wenn die Stadt Emden im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert wurde und viele alte Bauwerke deshalb nicht mehr existent sind, gibt es eine Altstadt, die an die „Große Straße“ angrenzt und wo sich auch die interessante Große Kirche befindet.

Die Große Kirche in der Emder Altstadt
Die Große Kirche in der Emder Altstadt

An der Stelle, an der der heutige Kirchbau steht, gab es bereits Vorgängerbauten, die bis auf das Jahr 966 zurückreichen. Diese Bauten wurden im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und infolge von Sturmfluten zum Teil stark beschädigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche fast völlig zerstört. Auf einem Teil der noch vorhandenen Grundmauern wurde der heutige Kirchbau errichtet. Dies geschah mit Unterstützung der evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz, weshalb die Kirche im Volksmund oft auch als „Schweizer Kirche“ bezeichnet wird.

Das bereits erwähnte Rathaus stellt eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Emden dar.

Das Emder Rathaus
Das Emder Rathaus

Der ursprüngliche Rathausbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Konzipiert wurde das damalige Bauwerk durch den Stadtbaumeister der niederländischen Stadt Antwerpen, der das Emder Rathaus im Stile des Antwerpener Rathauses errichtete. Leider wurde auch das Emder Rathaus im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt, weshalb es in den Nachkriegsjahren in modernerer Form wieder errichtet wurde. Hierbei wurden viele Elemente des Ursprungsbaus aufgegriffen. Der Rathausbau beherbergt heute das Ostfriesische Landesmuseum, über das Sie im nächsten Abschnitt noch mehr erfahren.

Interessante Emder Museen

In der Stadt Emden gibt es diverse Museen wie beispielsweise Museumsschiffe, das
Bunkermuseum oder ein maritimes Museum. Besonders häufig besuchen Gäste der Stadt jedoch die Emder Kunsthalle und das Landesmuseum im Alten Rathaus.

Eingangsbereich des Ostfriesischen Landesmuseum
Eingangsbereich des Ostfriesischen Landesmuseum

Der Eingang des Landesmuseums befindet sich im vorderen Teil der „Brückstraße“, in unmittelbarer Nähe des Rathausbogens. Im Museum haben Besucher die Möglichkeit, sich ausführlich über die Geschichte Ostfrieslands sowie über Kunst und Kultur der Region zu informieren. Ein Highlight des Museums ist die Rüstkammer, in der diverse Waffen aus vergangenen Zeiten ausgestellt sind. Detaillierte Informationen über das Landemuseum inden Sie auf http://www.landesmuseum-emden.de.

Auch die Kunsthalle in Emden ist ein Besuchermagnet. Sie wurde in den 80er Jahren des letzte Jahrhunderts errichtet. Ermöglicht wurde der Bau durch das Mäzenatentum des Gründers und ehemaligem Chefredakteurs der Zeitschrift Stern, Henri Nannen, sowie seiner Gattin Eske Nannen, die einen erheblichen Teil ihres privaten Vermögens in die Kunsthalle investierten. Zudem stiftete Henri Nannen, der im Jahre 1913 in Emden zur Welt kam, dem Museum seine private Kunstsammlung.

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In der Kunsthalle finden Besucher unter anderem eine Sammlung von Kunstwerken, die den Zeitraum vom 20. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart umfassen. Über das komplette Angebot der Emder Kunsthalle, die wechselnden Ausstellungen sowie über die Öffnungszeiten und Eintrittspreise informiert Sie die Website https://kunsthalle-emden.de/.

Der alte Binnenhafen in Emden

Ein Höhepunkt im Rahmen eines Besuches der Stadt Emden ist eine Besichtigung des Hafens. Dieser kann in drei verschiedene Areale unterteilt werden, den Außenhafen, den neuen Binnenhafen und den alten Binnenhafen. Der alte Binnenhafen grenzt direkt ans Stadtzentrum und bereichert den Stadtkern um eine Attraktion.

Blick auf den alten Binnenhafen
Blick auf den alten Binnenhafen

Während dieser Teil des Emder Hafens in der Vergangenheit noch für herkömmlichen Hafenbetrieb genutzt wurde, dient er heute unter anderem als Liegeplatz für Museumsschiffe, Segelschiffe und Boote sowie als reizvoller Standort für Gastronomiebetriebe und Wohnhäuser. Letztere befinden sich insbesondere im Neuen Delft, einem von drei Hafeneinschnitten im alten Binnenhafen.

Die anderen Hafeneinschnitte sind der Falderndelft und der ans Alte Rathaus angrenzende Ratsdelft. Da der Ratsdelft direkt ans Stadtzentrum angrenzt, herrscht dort in der Regel am meisten Betrieb und es finden sich dort Sehenswürdigkeiten wie das Feuerschiff, das Hafentor und zuweilen auch Segelschiffe wie auch auf folgendem Bild.

Segelschiff im Emder Ratsdelft
Segelschiff im Emder Ratsdelft

Ganz in der Nähe des Rathauses starten im Ratsdelft im Übrigen Hafenrundfahrten, die für Emden-Besucher mit genügend großem Zeitpolster empfehlenswert sind. Wer nicht ganz so viel Zeit erübrigen kann, sollte sich zumindest etwas genauer am Ratsdelft selbst umschauen. Ganz in der Nähe des Startpunktes der Hafenrundfahrten kann beispielsweise die Statue der „Jantje Vis“ betrachtet werden.

„Jantje Vis“-Staue am Ratsdelft
„Jantje Vis“-Staue am Ratsdelft

In ihren Händen trägt „Jantje Vis“ einen Korb mit Fischen. Dieses Denkmal soll die ehemalige Bedeutung des Emder Hafens für die Heringsfischerei verdeutlichen.

Nicht weit entfernt vom „Jantje Vis“-Denkmal befinden sich die Emder Museumsschiffe, sprich das Seenotrettungsschiff Georg Breusing, ein alter Heringslogger und das bekannte Emder Feuerschiff.

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Das Feuerschiff, das den Namen Amrumbank trägt, wurde in früheren Zeiten in der Deutschen Bucht eingesetzt. Heute beherbergt die Emder Attraktion nicht nur ein maritimes Museum, sondern auch einen beliebten Gastronomiebetrieb.

Der Emder Ratsdelft endet in etwa dort, wo sich die nächste Sehenswürdigkeit befindet, das Hafentor in Emden.

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Das Hafentor wurde bereits im Jahre 1635 erbaut und stellt eines der bedeutendsten Stadttore dar, die in dieser Zeit errichtet wurden. Heute ist das Hafentor nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch eine Art Treffpunkt. In direkter Nähe zum Tor befindet sich ein kleiner Platz, wo Einheimische wie Touristen sich gerne mit Fischbrötchen verwöhnen, die dort erhältlich sind.

Der neue Binnenhafen in Emden

Durch eine Klappbrücke wird der alte Binnenhafen vom neuen Emder Binnenhafen getrennt. In diesem Teil des Emder Hafens sind Industriebetriebe vorherrschend. Es werden beispielsweise Container umgeschlagen, Windenergieanlagen werden verschifft, es gibt ein großes Kraftwerk und weitere industrielle Betriebe.

Teil des neuen Emder Binnenhafens
Teil des neuen Emder Binnenhafens

Der neue Binnenhafen ist Besuchern lediglich an einigen Stellen zugänglich. Wer diesen Teil des Hafens etwas näher kennenlernen und sich die Industriebetriebe aus kürzerer Distanz betrachten möchte, sollte an einer Hafenrundfahrt teilnehmen.

Emden Außenhafen

Der neue Binnenhafen ist über zwei Schleusen mit dem Emder Außenhafen verbunden, eine kleinere Schleuse, die Nesselander Schleuse, und die Große Seeschleuse. Letztere Schleuse eignet sich auch, um größere Schiffe durchzuschleusen.

Große Seeschleuse im Emder Hafen
Große Seeschleuse im Emder Hafen

Die Große Seeschleuse befindet sich am Übergang des Flusses Ems zum Dollart. Durchgeschleuste Schiffe können von dort aus entweder Kurs auf die Nordsee oder in den neuen Emder Binnenhafen nehmen.

Andere Teile des Emder Außenhafens dienen beispielsweise als Liegeplatz für Schlepper und als Umschlagplatz für Kraftfahrzeuge, die dort auf Frachtschiffe verladen werden. Die wichtigste Bedeutung des Außenhafens für Touristen stellt jedoch die Fährverbindung zur Insel Borkum dar, die von dort startet.

Fährhaus am Emder Außenhafen
Fährhaus am Emder Außenhafen

Tickets für die Überfahrt zur Insel Borkum sind beispielsweise am Fährhaus im Außenhafen
erhältlich. Dort können Urlauber zudem im Wartebereich auf das Eintreffen der Fähre warten oder sich im ansässigen Gastronomiebetrieb etwas Leckeres gönnen. Erreichbar ist das Fährhaus entweder mit dem eigenen Fahrzeug oder mit der Bahn, die vom Emder Hauptbahnhof direkt bis zum Fähranleger verkehrt.

Emden und Otto Waalkes

Die Stadt Emden hat schon einige national und international bekannte Persönlichkeiten
hervorgebracht. So wurde dort nicht nur der ehemalige Chefredakteur des Sterns, Henri Nannen, sowie der Regisseur Wolfgang Petersen geboren, sondern auch der sehr beliebte Komiker Otto Waalkes, der sich noch heute sehr mit seiner Geburtsstadt verbunden fühlt und dort auch diverse Spuren hinterlassen hat.

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Eine dieser Spuren, das „Otto Huus“, ist ganz zentral in der Stadt Emden, nahe des Alten Rathauses, zu finden. In diesem Haus dreht sich alles um den berühmten Komiker, Besucher können unter anderem seinen Platten hören, seine Filme sehen und in die Welt der Ottifanten eintauchen. Gelegentlich ist Otto Waalkes auch persönlich vor Ort, um im „Otto Huus“ Autogramme zu geben.

Eine weitere Spur des Komikers befindet sich nahe seines Geburtshauses im Stadtteil Transvaal. Dort hat Otto Waalkes für seine ehemaligen Nachbarn ein „Ottifanten-Denkmal“ platziert.

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Da sich dieses Denkmal etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt befindet, ist es am Besten mit dem Auto oder dem Fahrrad erreichbar. Wer die Nesselander-Straße in Richtung Außenhafen verfolgt, sollte nach rechts in die Dollartstraße abbiegen, um nach ein paar Hundert Metern zum Ottifanten-Denkmal zu gelangen.

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Sehenswürdigkeiten in Emden - Wir stellen die Highlights der größten Stadt in Ostfriesland vor

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