Naturlatex Matratze - Vor- & Nachteile, Pflegehinweise und Alternativen
Naturlatex Matratzen können bei einem gesunden und erholsamen Schlaf unterstützen - ©PixelsAway / depositphotos.com

Matratzen aus Naturlatex bieten einen hervorragenden Liegekomfort. Modelle, die aus 100 Prozent Naturkautschuk bestehen, passen sich sogar punktgenau der Form Ihres Körpers an. Ändern Sie im Schlaf mehrfach die Lage, leistet das Federungs- und Rückstellverhalten der Latexmatratzen einen überzeugenden Dienst. Damit wird Rücken- und Gelenkproblemen durch unbequeme Schlafpositionen vorgebeugt und die Nachtruhe erholsamer.

Eine Matratze aus Kautschuk

Naturlatexmatratzen werden aus Kautschuk als nachwachsendem Rohstoff hergestellt. Dabei gilt: Je höher Gehalt am natürlichen Material ist, desto höher ist die Qualität der Matratze.

Latexmodelle besitzen punktelastische Liegeeigenschaften und begünstigen auf diese Weise einen gesunden und komfortablen Schlaf. Für Personen, die sich eine Unterstützung für Nacken, Schulter und Rücken während der Nachtruhe wünschen, lohnt sich die Investition. Beim Liegen passt sich die Unterlage den Körperkonturen an, wobei sie gleichzeitig Stabilität bietet. Unabhängig von der gewählten Schlafposition bleibt die Wirbelsäule in einer gesunden Ausrichtung.

Eine hochwertige, sorgfältig verarbeitete Naturlatexmatratze ist zudem antiallergisch, da sie abweisend gegenüber Milben und Staub wirkt. Auch Pilze und Bakterien können sich im Material bei entsprechender Pflege nicht einnisten. Eine gute Naturlatex Matratze aus 100 Prozent Naturkautschuk hat ihren Preis, bringt dafür aber eine lange Haltbarkeit mit. Verschiedene Qualitätssiegel ermöglichen es dem Kunden, den Anteil von natürlichem und von synthetischem Latex in den Produkten zu erkennen.

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Vorteile einer Naturlatexmatratze

Die Vorzüge von Naturlatexmatratzen sind vielfältig. Neben einem gesunden und erholsamen Schlaf durch die punktelastischen Eigenschaften und dank des natürlichen Materials stellen hochwertige Modelle eine erstklassige Alternative zu Kaltschaum- und Federkernmatratzen dar. Eine Naturlatex Matratze liefert die idealen Voraussetzungen für das orthopädisch korrekte Liegen. Das Material hat einige Kaufargumente.

Das richtige Bett und die richtige Matratze sind entscheidend für einen erholsamen und gesunden Schlaf
Das richtige Bett und die richtige Matratze sind entscheidend für einen erholsamen und gesunden Schlaf – ©nesharm / depositphotos.com

Naturkautschuk bietet keinen Nährboden für Pilze, Bakterien und Milben und ist staubabweisend. Naturlatexmatratzen sind pflegeleicht und weisen eine hohe Haltbarkeit bei hoher Dauerelastizität auf. Wenn Sie die Unterlage den Hinweisen des Herstellers entsprechend behandeln, ist eine Lebensdauer von 12 Jahren und mehr zu erwarten. Eine offenporige Struktur des Materials erlaubt einen guten Luftaustausch. Das führt zu einem optimalen Klimahaushalt der Matratze. Unterlagen mit einem Anteil an synthetischem Latex gewährleisten keinen günstigen Luftaustausch und transportieren Schweiß schlechter.

Da Latexmatratzen beim Umdrehen im Bett keinen Laut von sich geben, sind sie ideal für alle geräuschempfindlichen Menschen. Das Material erzeugt keinerlei quietschende oder knarrende Sounds. Besteht die Matratze zu 100 Prozent aus Naturkautschuk, ist diese frei von chemischen Weichmachern, FCKW und Lösungsmitteln (gilt natürlich auch für Schlafzubehör wie etwa ein Latex Kissen). Ein weiterer Vorteil ist die Herstellung und das Recycling der Latexmatratze. Naturkautschuk ist ein nachwachsender Rohstoff. Naturlatexmatratzen lassen sich umweltschonend und mit wenig Energie herstellen. Zudem können sie im Gegensatz zu den meisten anderen Matratzenvarianten komplett ökologisch recycelt werden.

Nachteile einer Matratze aus Naturlatex

Die Naturlatexmatratze ist bei ihrer Unterfederung ein wenig anspruchsvoller als die alternativen Unterlagen mit Federkern oder mit Kaltschaum. Weitere Nachteile dieser Modelle aus Naturkautschuk sind der recht hohe Kaufpreis und erschwertes Handling durch das hohe Raumgewicht.

Bei Naturlatex Matratzen muss der Anteil an Naturkautschuk im Produkt mindestens 30 Prozent betragen. Ist das Material nur zu solch einem geringen Prozentsatz enthalten, besitzt die Matratze eine schlechtere Belüftung und ein relativ geringes Feuchtigkeitstransportvermögen. Der Rest ist nämlich Syntheselatex, und dieses Material behindert einen Luft- und Flüssigkeitsaustausch eher.

Latexvarianten, die zu 100 Prozent aus Naturkautschuk bestehen, weisen hingegen eine gute Belüftung auf. Hier werden nur natürliche Materialien aus einer eiweißhaltigen Faser aufgeschäumt.

Pflegehinweise für Naturlatexmatratzen

Die Pflege der Matratze aus Naturkautschuk gestaltet sich einfach. Eine direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Drehen Sie die Matratze etwa alle zwei Monate von links nach rechts und von oben nach unten. Damit wird sichergestellt, dass die Anpassungsfähigkeit des Materials erhalten bleibt.

Mit der richtigen Pflege kann eine Latexmatratze bis zu 12 Jahre verwendet werden
Mit der richtigen Pflege kann eine Latexmatratze bis zu 12 Jahre verwendet werden – ©PixelsAway / depositphotos.com

Da Matratzenbezug und Topper den Großteil an Feuchtigkeit und an Schmutz aufnehmen, reicht einmal im Jahr eine ordentliche Reinigung der Latexmatratze. Matratzenbezug und Topper sollten allerdings einmal im Monat in der Waschtrommel landen. Mit einem Programm bei 60 Grad Celsius lassen sich Milben und andere unliebsame Bewohner auf dem Bezug abtöten. Verträgt das Gewebe höhere Temperaturen, sollte das ausgenutzt werden.

Um losen Staub und Schmutz von der Naturlatexmatratze zu entfernen, hilft ein Staubsauger. Anschließend sollte mit einem leicht angefeuchteten Tuch abgewischt werden. Aggressive Reiniger greifen die empfindliche Oberfläche des Materials an. Grobe Verschmutzungen beseitigt auch eine milde Seifenlauge. Eine zu feuchte Pflege fördert Schimmelbildung, deshalb ist sparsam mit Wasser umgehen. Es empfiehlt sich, die Matratze jeden Morgen nach dem Aufstehen für 20 Minuten auslüften zu lassen. Dadurch kann die Feuchtigkeit der Nacht besser entweichen.

Alternativen zur Naturlatexmatratze

Neben Matratzen aus Naturlatex gibt es Unterlagen aus Kaltschaum und mit Federkern. Diese Modelle sind die Klassiker unter den Matratzen und immer noch beliebt. Der Kern einer Kaltschaumunterlage besteht einer verhärteten Polyurethan-Aufschäumung. Für schnell schwitzende Personen sind Matratzen mit Kaltschaum ungeeignet. Aufgrund der chemischen Prozesse kommt es nach dem Auspacken zu einer nicht sehr angenehmen Geruchsbildung. Dafür sind die Modelle günstiger in der Anschaffung und gewähren eine hohe Stützkraft.

Federkernmatratzen haben einen Kern aus stabilen Stahlfedern. Die Produkte wurden stets weiterentwickelt und weisen mittlerweile eine gute Langlebigkeit und eine optimale Polsterung auf. Unterlagen mit Federkern können jedoch eine nervige Geräuschkulisse beim Schlafen verursachen, wenn die metallenen Teile beim Umdrehen quietschen.

Etwas unbekannte Matratzenarten sind viskoelastische Matratzen und Ausführungen mit Gel. Der zähe Gelschaum reagiert ebenso wie der Gedächtnis-Schaum in der Viskomatratze auf Körperwärme. Damit passt sich die Unterlage mit jedem Positionswechsel an.

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Matratze aus Naturlatex - Vorteile, Nachteile Pflegehinweise und Alternativen für einen erholsamen Schlaf

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