Hunde fressen nahezu alles - aber was sollten Hunde besser nicht essen
Hunde fressen nahezu alles - aber was sollten Hunde besser nicht essen - ©igorr1 / depositphotos.com

Hunde sind gemeinhin als Allesfresser bekannt. Ihre Ernährung besteht aus Fleisch, Gemüse und kann auch ein wenig Obst enthalten. Die Vielfalt der Hundefutterindustrie lässt kaum Geschmacksrichtungen offen. Saftiges Rinderragout in Sahnesoße, Reis mit Hühnchen, Gemüsevielfalt – Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Sogar die im Trend liegenden „Superfoods“ werden den Vierbeinern nicht vorenthalten. Und selbst vor veganer Ernährung machen Hundebesitzer keinen Halt. Frei nach dem Motto: Was gut ist für Herrchen und Frauchen, kann für Bello nicht schlecht sein, oder?

Was dürfen Hunde nicht essen?

Zwar ist der ursprüngliche Hund in der Lage, Vieles zu verdauen und hat einen recht robusten Magen. Bei manchen Lebensmitteln können aber ernsthafte gesundheitliche und vermeidbare Probleme entstehen.

1. Rohes Schweinefleisch und splitternde Knochen

Rohes Schweinefleisch ist in jedem Fall bei Hunden und auch Katzen zu vermeiden, da es das Aujeszky-Virus übertragen kann. Eine Ansteckung damit endet tödlich. Es kommt innerhalb von 2 Tagen zu Tollwut-ähnlichen Symptomen (daher auch „Pseudowut“ genannt) und zu einer tödlichen Entzündung von Rückenmark und Gehirn.

Ein weiteres Tabu sind gekochte, splitternde Knochen, beispielsweise vom Huhn. Diese können Verletzungen beim Fressen verursachen oder sogar im Hals stecken bleiben!

Hunde sollten nichts mit splitternden Knochen fressen, da dies zu gefährlichen Verletzungen führen kann
Hunde sollten nichts mit splitternden Knochen fressen, da dies zu gefährlichen Verletzungen führen kann – ©PhilStev / depositphotos.com

2. Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze und Nachtschattengewächse

Selbst wenn er es eigentlich nicht darf: In einem unbeobachteten Moment versucht nahezu jeder Hund, etwas vom Tisch zu stibitzen, obwohl es dafür Ärger gibt. Dass der Hund nichts vom Tisch bekommt, ist keine reine Erziehungsmaßnahme, die sich durchgesetzt hat. Unser stark gewürztes Essen ist für den Hund nicht gerade bekömmlich. Zu viel Salz und andere Gewürze können auf Dauer sehr ungesund sein. Manche Hunde übergeben sich wenig später, andere trinken aufgrund des Salzgehalts in einem Zug ihren Wassernapf leer, wieder andere entwickeln Verdauungsprobleme.

Knoblauch und Zwiebeln sind häufig in deftigen „Menschen-Speisen“ zu finden, sind aber für Hunde aufgrund der enthaltenen Sulfide giftig. Sie können eine Anämie (Blutarmut) auslösen sowie schwere Verdauungsprobleme und Verweigerung von Futter und Wasser. Typische Anzeichen für eine Vergiftung durch Zwiebeln oder Knoblauch sind Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Paprika sollten im Übrigen auch nicht gefüttert werden, sie können zu unangenehmen und schmerzhaften Blähungen führen.

Rohe Kartoffeln, Tomaten und Auberginen sind für Hunde ebenfalls Tabu. Solanin kommt in unreifen Tomaten, rohen Auberginen und in Kartoffelschalen sowie Kartoffelkeimen vor. Es wird durch Kochen aus dem Gemüse heraus gelöst, gekochtes Gemüse ist daher kein Problem. Der Hund sollte den Sud aber nicht trinken. Anzeichen für eine Solanin-Vergiftung sind etwa Schleimhautreizungen, Durchfall, Erbrechen. Auch auf Avocados sollte übrigens verzichtet werden, denn der Inhaltsstoff Persin kann für Hunde tödlich sein.

3. Rohe Hülsenfrüchte, Trauben und Obstkerne

Rohe Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen stehen auch nicht selten auf dem menschlichen Speiseplan und sollten nicht an Hunde gefüttert werden. In größeren Mengen kann das in vielen rohen Hülsenfrüchten enthaltene Phasin tödlich sein. Weiterhin sollten die Kerne von Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen besser entfernt werden, da diese im Magen Blausäure entwickeln, die wiederum zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann.

Genauso sind Weintrauben und demzufolge auch Rosinen kein Hunde-Nahrungsmittel. Diese erhöhen den Kalziumgehalt im Körper, was für die Nieren der Hunde schädlich ist. Je nach körperlicher Verfassung, Größe und Menge der verzehrten Trauben kann es sogar tödlich enden.

Was dürfen Hunde essen? Süßes und Salziges gehört nicht dazu, zum Nachtisch besser echte Hundekekse
Was dürfen Hunde essen? Süßes und Salziges gehört nicht dazu – ©monkeybusiness / depositphotos.com

4. Naschen: Besser nur echte Hundekekse

Wie auch bei Katzen, sollten ebenso Hunde keine kakaohaltigen Speisen verzehren, wie etwa Schokolade oder Kekse. Von dem Zucker einmal abgesehen, der definitiv nicht gesund ist, enthält Kakao Theobromin. Je höher der Kakaogehalt, umso mehr ist davon enthalten. Theobromin kann unter Anderem Atembeschwerden, Herzrythmusstörungen, Herz-Kreislaufversagen auslösen und sogar zum Tod führen. Der Grund: Der Hundekörper kann diesen Stoff nur sehr schwer abbauen, weshalb er sich, bei größeren Verzehrmengen, anreichert und schließlich zu einer schweren Vergiftung führt.

Salzige Knabbereien und Süßigkeiten sind nichts für ihn. Zucker führt zu Übergewicht und im schlimmsten Fall zu Diabetes. Der Zuckerersatz Xylit ist ebenfalls Tabu, denn er senkt den Insulinspiegel drastisch und kann damit zu ernsthaften Folgeschäden führen. Laktosehaltige Milchprodukte sind darüber hinaus auch nicht geeignet, denn Hunde vertragen davon nicht sehr viel. Besser direkt laktosefreie oder -reduzierte Lebensmittel füttern.

Trotz Tabus: Der Speiseplan ist vielfältig

Wenn Sie diese Regeln beim Füttern beachten, können Sie Ihren Vierbeiner dennoch ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Schließlich gibt es noch eine ganze Menge schmackhafter Leckereien, mit dem Sie Ihren Hund verwöhnen können! Gekochte Nudeln, Reis oder gekochte Kartoffeln mit Fleisch und Gemüsebeilage können beliebig variiert werden. Wenn Sie selbst kochen, lassen Sie Soßenbinder und Gewürze weg.

Im Grunde können Sie Ihrem Hund nahezu alles kochen, was auch auf Ihrem Teller landet, mit Ausnahme einiger wenigen Tabus.

Jetzt pinnen und Beitrag auf Pinterest merken

Von wegen Allesfresser - Was dürfen Hunde nicht essen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here