Deutsche Sprache, schwere Sprache - so die häufige Aussage, die auch nicht ganz falsch ist
Deutsche Sprache, schwere Sprache - so die häufige Aussage, die auch nicht ganz falsch ist - ©belchonock / depositphotos.com

Deutsch gilt als eine schwer zu erlernende Sprache. Zwar gibt es viele Gemeinsamkeiten mit Englisch, Französisch und auch Latein, allerdings haben es die Fälle und Deklinationen, der Satzbau, der richtige Plural und die korrekte Wahl des Artikels in sich.

Der, Die, Das – die Artikel kurz vorgestellt

Wer Deutsch lernen möchte, stolpert meist sofort über die Tatsache, dass es im Deutschen drei Geschlechter gibt: männlich, weiblich und neutral. Jedes Geschlecht hat mit der, die und das seinen eigenen Artikel. Ob ein Nomen maskulin, feminin oder neutral ist, kann von verschiedenen Faktoren abhängen und ist nicht immer gleich eindeutig. Die Endungen der Wörter liefern einen guten Anhaltspunkt.

Während -ling, -ismus und -eig auf ein männliches Geschlecht hinweisen und damit den Artikel der erfordern, deuten -keit, -heit, -schaft- und -ung am Ende auf das weibliche Geschlecht. Für einige Substantive sind zwei verschiedene Artikel zulässig. Zum Beispiel kann es der Laptop und das Laptop heißen. Substantivierte Zahlen sind feminin. Substantivierte Pronomen, Infinitive, Adjektive, Brüche und Adverbien sind neutral.

Das grammatische Geschlecht von Tieren ist manchmal schwierig zu bestimmen. Die Bezeichnungen für die meisten jungen Tierarten sind neutral.

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Umlaute als besondere Eigenart der deutschen Sprache

Als Umlaut werden die Buchstaben ä, ö und ü bezeichnet. Sie sind im Laufe der Geschichte aus den Vokalen a, o und u entstanden, weil sie in bestimmten Wörtern leichter auszusprechen sind. Im Deutschen sind Umlaute weit verbreitet. In vielen anderen Sprachen wie Englisch und Französisch kommen die Buchstaben mit den Punkten hingegen gar nicht vor.

Umlaute finden sich häufig im Plural von Wörtern. So wird aus Mutter die Mehrzahl Mütter, aus Horn viele Hörner und aus Gans der Plural Gänse. Manchmal ist es nicht so einfach herauszuhören, ob das Wort mit dem Umlaut ä oder dem Vokal e geschrieben wird. Beim Wort aufwendig sind beide Varianten erlaubt, wobei die Form mit e empfohlen wird.

Dem richtigen Satzbau auf die Schliche kommen

Die Stellung der einzelnen Glieder innerhalb eines Satzes will gelernt sein. Dank der Fälle ist der Satzbau im Deutschen flexibler als in vielen anderen Sprachen. Bei der Wortstellung sind dennoch ein paar Regeln zu beachten.

Ein regulärer Satz folgt meist dem Schema Subjekt, Prädikat und Objekt. Ein Beispiel für einen solchen Aufbau ist der Satz: Der Schüler liest ein Buch. Das Subjekt trägt die Handlung und gibt an, worüber eine Aussage getroffen wird bzw. wer oder was die Aktion durchführt. Das Subjekt bezeichnet man auch als Satzgegenstand. Beim Prädikat handelt sich um das Verb. Objekte dienen als Satzergänzung und liefern eine zusätzliche Information.

Ein Hauptsatz ist ein vollständiger, unabhängiger Satz, der alle drei Satzglieder aufweist. Das konjugierte Verb steht immer an der zweiten Position.

Etwas Smalltalk gefällig?

Um Deutsch zu lernen, sollte viel Smalltalk betrieben werden. Im Gespräch lässt sich die korrekte Aussprache hören und der Wortschatz trainieren. Es muss nichts Tiefgründiges besprochen werden. Ein verbaler Austausch über das Wetter, die Hobbys und die letzte Urlaubsreise kann schon fordernd genug sein.

Der Smalltalk dient außerdem dazu, mit neuen Leuten ins Gespräch zu kommen, eine Situation aufzulockern und Wartezeiten zu verkürzen. Locker über unverfängliche Themen zu plaudern hilft dabei, die Sprachkenntnisse weiter auszubauen und kompetenter in puncto Aussprache zuwerden.

Die deutsche Sprache und ihre Dialekte

In Deutschland gibt es je nach Definition 16 bis 20 verschiedene Dialekte. Während die Nachrichten im Fernsehen stets seriös auf Hochdeutsch verkündet werden, geht es regional meist anders zu.

In der Hauptstadt ist der Berliner Dialekt vertreten, welcher am typischen ick erkennbar ist. Schwäbisch ist in ganz Schwaben noch sehr gebräuchlich. Vor allem auf dem Land ist der Dialekt verbreitet. In Köln und Umgebung wird Kölsch gesprochen. Im Osten Deutschlands hört man mitunter Sächsisch. Auch wenn der Dialekt oftmals belächelt wird, so wirkt die damit sprechende Person auf Anhieb sympathischer.

Wer mehr zu Dialekten erfahren möchte, empfehlen wir diesen Artikel zum Thema Was sind Dialekte?

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