Wer seine Nägel selber machen möchte, findet hier die passende Schritt-für-Schritt Anleitung für Zuhause
Wer seine Nägel selber machen möchte, findet hier die passende Schritt-für-Schritt Anleitung für Zuhause - © evasilchenko / depositphotos.com

Wer schöne Fingernägel haben möchte, muss längst nicht mehr ins Nagelstudio gehen und viel Geld dafür bezahlen. Viele Frauen haben schon etliche Hacks für sich entdeckt, die es möglich machen, eine professionelle Maniküre selber zu machen. Mit einfachen Tricks kann man den Schönheitssalon unkompliziert und kostengünstig zu sich nach Hause holen.

Schöne Fingernägel selber machen – Was brauche ich?

Um sich zuhause professionelle Nägel zu machen, braucht es einige Utensilien. Hier ist eine Liste mit den wichtigsten Dingen, die jedes Starterpaket enthalten sollte:

  • UV-Lichthärtungsgerät
  • UV-Gelnagellack
  • Base- und Topcoat
  • Buffer
  • Cleanser
  • Nagellackentferner
  • Feile
  • Zeletten
  • Rosenholzstäbchen
  • Nagelschere
  • Remover
  • evt. Silikon-Aufsätze

Schritt für Schritt zu wunderschönen Fingernägeln

1. Die Vorbereitung

Damit der Nagellack später auch richtig festhält, ist es wichtig, den Nagel zuerst mit einem Buffer leicht anzurauen. Feilen eignen sich dazu nicht, da sie meist viel zu rau sind und den Nagel beschädigen. Nach dem Aufrauen reinigen Sie die Nägel mit Nagellackentferner. Dieser sollte am besten Aceton enthalten, da es wichtig ist, dass der Nagel vor dem Auftragen des Lackes trocken und gut gereinigt ist.

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Die Nagelhaut wird zudem mit einem Rosenholzstäbchen vorsichtig nach hinten geschoben, damit sie nachher nicht stört. Anschließend kann sie mit einer Nagelschere abgeschnitten werden.

2. Der Basecoat

Nach der Vorbereitung des Nagels müssen Sie den Basecoat auftragen. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil er die Basis bildet. Die Schicht sollte nicht zu dick aufgetragen werden und für ca. zwei Minuten unter dem UV-Licht ausgehärtet werden.

Nach dem Härten befindet sich die sogenannte Schwitz-Schicht auf dem Nagel. Für eine bessere Haftung der folgenden Schichten sollten Sie diese nicht abwischen.

Alternativ zum Basecoat verwenden viele auch Haftgel.

3. Der UV-Gelnagellack

Auf den Basecoat streichen Sie – ebenfalls nicht zu dick – eine Schicht des UV-Gelnagellacks (häufig auch Aufbaugel genannt). Diese wird auch für zwei Minuten unter das Licht gehalten. Hier eignen sich zwei Schichten der Farbe ihrer Wahl, besonders wenn diese sehr hell ist.

Wie zuvor gilt auch hier, dass die Schwitz-Schicht nicht entfernt werden sollte.

4. Der Topcoat

Nachdem Sie die zwei Schichten des farbigen UV-Gelnagellacks für jeweils zwei Minuten ausgehärtet haben, folgt nun der Topcoat (häufig auch Versiegelungsgel genannt). Dieser ist, genauso wie der Basecoat, durchsichtig. Viele Lacke enthalten Base- und Topcoat. Dies ist sehr nützlich, da man nur ein Nagellackfläschchen für beide Coats braucht.

Den Topcoat sollten sie im Gegensatz zu den anderen Schichten drei bis vier Minuten aushärten lassen. Die Schwitz-Schicht können Sie nun mit den Zeletten und dem Cleaner abwischen.

5. Die Nachbehandlung

Um Ihre Hände nach der Prozedur richtig zu pflegen, sollten Sie eine Handcreme oder ein Pflegeöl auf die umliegende Haut des Nagels auftragen. Dies verhindert das Austrocknen der Haut und sorgt für ausreichend Feuchtigkeit.

6. Die Entfernung des UV-Gelnagellacks

Wenn Sie alle Schritte ordnungsgemäß durchgeführt haben, sollte der Nagellacks etwa drei Wochen halten, ohne abzusplittern. Auch nervige Kratzer sind auf Gelnägeln viel unauffälliger als auf Nägeln mit normalem Nagellack. Die meisten entscheiden sich jedoch dazu, den Nagellack nach etwa zwei Wochen zu entfernen, da der Nachwuchs meist nicht sehr schön aussieht.

Um den UV-Gelnagellack schonend zu entfernen, sollten Sie die oberste Schicht des Lacks mit einer Feile anrauen. Das hilft dem Remover, besser in die unteren Nagellackschichten einzudringen. Jetzt tränken Sie jeweils eine Zelette pro Nagel mit Remover. Diese Zelette befestigen Sie mithilfe von Silikon-Aufsetzen auf Ihren Fingernägeln. Wenn Sie keine Silikon-Aufsetzer haben bzw. etwas Geld sparen möchten, können Sie die Zeletten auch mit Aluminiumpapier um Ihre Nägel wickeln. Je fester die Zeletten am Nagel haften, desto besser lässt sich der Nagellack im Anschluss entfernen.

Wer keine Silikon-Aufsetzer zur Hand hat, kann Aluminiumpapier um die Finger wickeln
Wer keine Silikon-Aufsetzer zur Hand hat, kann Aluminiumpapier um die Finger wickeln – ©amyinlondon / depositphotos.com

Nach zehn Minuten können Sie die Zeletten entfernen. Der Nagellack sollte jetzt schon aufgebläht sein bzw. abblättern. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie die Zeletten noch einmal für einige Minuten am Nagel lassen. Nachher schaben Sie den Nagellack vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen von Ihren Nägeln. Aber Achtung: Wenden Sie hierbei nicht zu viel Druck auf, da das ihren sonst schon beanspruchten Nagel verletzen könnte.

Zum Schluss sollten Sie feuchtigkeitsspendendes Nagelöl auf Ihre Nägel auftragen. Dies gibt Ihnen die verlorene Feuchtigkeit zurück.

Häufige Fehler und Tipps zum Nägel selber machen

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch ein paar Tipps an die Hand geben:

  • Um zuhause professionelle und schönaussehende Nägel zu kreieren, sollten Sie beachten, dass Ihr Nagelbett nicht schon vorher strapaziert wird. Auch für besonders dünne Nägel wird das Lackieren mit UV-Gelnagellack abgeraten.
  • Da viele Schichten auf den Nagel aufgetragen werden und der UV-Gelnagellack sonst schon dicker als der normale Nagellack ist, sollten Sie jede Schicht sehr dünn auftragen. Andernfalls hebt sich der Nagellack vom Nagel ab und schaut nicht mehr schön aus.
  • Wenn der Nagellack schnell abblättert, könnte das daran liegen, dass Sie Ihr Nagelbett nicht oder zu wenig angeraut haben. Durch die raue Oberfläche sollte der Lack sich sehr gut mit dem Nagel verbinden und so für viel Halt sorgen.

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Nägel selber machen - Schritt-für-Schritt Anleitung für Zuhause

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